Meine Lieben,
heute möchte ich mit euch über ein Thema sprechen, das mir wirklich am Herzen liegt: Bewegung. Aber keine Sorge – ich werde euch jetzt nicht erzählen, dass ihr täglich ins Fitnessstudio müsst oder marathonreif werden sollt. Ganz im Gegenteil!
Als Ernährungsberaterin höre ich oft: „Ich müsste eigentlich mehr Sport machen, aber…“ Dahinter folgen dann meist Geschichten über Zeitmangel, körperliche Einschränkungen oder einfach die Überforderung angesichts all der Fitness-Influencer*innen, die scheinbar mühelos ihre perfekten Workouts absolvieren. Wisst ihr was? All diese Gefühle sind völlig verständlich und berechtigt.
Aber hier ist die wunderbare Wahrheit: Bewegung muss nicht perfekt sein, um wirksam zu sein. Jeder Schritt zählt, jede Minute der Aktivität ist ein Geschenk an euren Körper. Das kann ein Spaziergang zum Bäcker sein, das Tanzen zu eurer Lieblingsmusik in der Küche oder das bewusste Treppensteigen statt Aufzugfahren.
Unser Körper ist darauf ausgelegt, sich zu bewegen – aber er ist auch darauf ausgelegt, sich anzupassen. Das bedeutet: Was für andere richtig ist, muss nicht zwangsläufig für euch passen. Vielleicht habt ihr chronische Schmerzen, wenig Zeit zwischen Job und Familie, oder ihr fühlt euch in traditionellen Sportstätten nicht wohl. All das sind valide Gründe, warum klassischer Sport nicht euer Ding sein muss.
Was ich in meiner Arbeit immer wieder erlebe: Menschen, die sich schlecht fühlen, weil sie denken, sie bewegen sich „nicht genug“. Aber „genug“ ist ein sehr relativer Begriff. Für jemanden, der vorher gar nicht aktiv war, können zehn Minuten Spaziergang am Tag schon ein riesiger Erfolg sein. Und das ist auch völlig richtig so!
Bewegung unterstützt nicht nur unseren Stoffwechsel und unser Herz-Kreislauf-System – sie kann auch unsere Stimmung heben und Stress abbauen. Gerade in Kombination mit einer ausgewogenen veganen Ernährung entsteht ein wunderbares Zusammenspiel, das euch dabei hilft, euch in eurem Körper oder zu mindest in euch selbst wohlzufühlen.
Fangt klein an und hört auf Signale wie Schmerzen, Schwindel, Unwohlsein. Findet Bewegungsformen, die euch Freude bereiten. Das kann Gartenarbeit sein, mit dem Hund Gassi gehen, Yoga-Videos zu Hause machen oder einfach bewusst eine Haltestelle früher aussteigen. Es geht nicht darum, anderen zu beweisen, wie aktiv ihr seid – es geht darum, dass ihr euch gut fühlt.
Und falls ihr euch mal Vorwürfe macht, weil ihr einen Tag nicht aktiv wart: Das ist menschlich und völlig normal. Morgen ist ein neuer Tag, und jede Bewegung, die ihr dann macht, ist wieder ein liebevoller Akt der Selbstfürsorge.
In Bewegung und mit viel Wärme, Sam
